Sonntag, 15. Januar 2012

Die Vielfalt des Whiskys

Für viele ist Whisky nur einfach Alkohol oder etwas, das man in die Cola schüttet. Doch das ist schon der erste Irrglaube. Whisky ist genau so vielseitig, wie man es von Wein her kennt und dort stellt das keiner in Frage. Das was manche mit Whisky meinen sind oft nur die amerikanische Bourbon und die wohl bekanntest Vertreter sind da Johnny Walker und Jim Beam. Auch bekannt ist der Tennessee Whisky, den man auch gern in der Cola wieder findet ist, Jack Daniels. Diese drei Vertreter haben eins gemeinsam, es handelt sich um so genannte Blender Whiskys und gehören damit zu preiswerteren Fraktion.

Als blended Whisky bezeichnet man einen Whisky, der aus eine Mischung verschieden Whisky von unterschiedlicher Destillieren besteht. Dabei wird der Whisky so gemischt, das für den Kunden immer der gleiche Geschmack entsteht. Whisky hat  von Haus aus nie den selben Geschmack, da es sich um ein Naturprodukt handelt. Er reift in verschieden Fässern und unterscheidet sich somit im Geschmack.

Doch Whisky hat mehr zu bieten als diese Blender. Ein beliebte Whisky Art sind der Single Malt. Seine Besonderheit ist, das er aus einer einzelnen Destilliere stammt und somit einen regionale Note hat. Des Weiteren geben die Destillieren ihrem Single Malt mit Hilfe von jahrelanger Erfahrung auch noch eigene markanten Geschmack. Dabei wird mit der Art des Malzens oder den Ursprung der verwendet Fässern gearbeitet. Auch spielt dir Ursprung des Wasser für Whiskyherstellung eine Rolle. Oft kommt es auch noch zu einer nachträglichen Veredlung durch ein sogenanntes Finish in einem weiterem Fass. Dabei wird der Whisky in einem alternatives Fass umgefüllt, das vorher meist einen Wein oder Sherry enthielt, um dort noch einige Monate noch einmal nach zu gereift.

Das Nachreifen ist nicht nur etwas, das von den Destillieren vorgenommen wird, sondern auch ein gern benutztes Werkzeug von unabhängigen Abfüllern. Diese kaufen dann Fässer von den Destillieren auf und längeren sie selbst und schaffen eigene interessante Finish. Bekannt selbständige Abfüllern sind Signatory oder Caminneci Wine & Spirit Partner.

Auch das Alter und  die Fassgröße spielt beim Komponieren des Geschmacks eine rolle. Kleine Fässer geben den Geschmack und der Öl des Holzes, aus dem das Fass besteht, intensiver ab. Alternativ, kann man auch  über die  Lager Zeit die Intensität des Geschmacks steuern. Darum wird das Alter auf den meisten Single Malts vermerkt und  gilt als Gütezeichen.

Mit der Reifung ist aber der Prozess noch nicht abgeschlossen. Einige Whisky werden unverdünnt abgefüllt und landen im Handel mit >50% Volumen Alkohol. Diese Whisky tragen das Label als cask strength. Ein weitere Möglichkeit ist die Gefrierfilterung. Dabei  werden Eiweißverbindungen, die bei niedrigen Temperaturen sich verketten, herausgefiltert. Aber meist wird auf diese Art der Filterung verzichtet, um die Geschmacksanteile drin zu behalten. Weil auch das Auge mit genießt, werden  viele Whisky auf  ihre typische Farbe mit Hilfe von Glucose gefärbt.

Es gibt auch noch ein paar Sonderformen von Whisky, die befinden sich zwischen Blender und Single Malts. So genannte Vatting Malts sind Whisky, die aus Mischen verschiedener Single Malts einen Jahrgangs entstehen. Dabei ist nicht das Ziel immer den selben sondern einen außergewöhnlichen Geschmack zu erstellen. Eine weitere Sonderform ist der Vintage Malts. Hier bei handelt es sich um ein Jahrgangswhisky, der extra destilliert wurde und nur begrenz verfügbar ist. Vintage Malts tragen oft die Fassnummer auf dem  Etikett.

Schottland ist  der wohl bekannteste Lieferant für Single Malts und glieder sich durch den Geschmack in mehre Whisky-Region. Doch dazu ein anderes mal mehr.